Adipositastherapie

Viele unserer sogenannten Volkskrankheiten haben etwas mit der Ernährung und dem Körpergewicht zu tun. Die Folgen eines krankhaften Übergewichtes sind Bluthochdruck, Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt, Gelenkarthrose, Schlafapnoe und auch Depressionen. Die Patienten haben einen hohen Leidensdruck. In ihrem sozialen Umfeld stoßen sie oft auf Unverständnis nach dem Motto „Es kann doch nicht so schwer sein einfach weniger zu essen“. Wenn man aber erlebt, dass man trotz mehrfacher „Diätversuche“ immer schwerer wird, fühlt man sich hilflos und machtlos gegenüber den Fettmassen, die einem das Leben im wahrsten Sinn des Wortes schwer machen. Als Ärzte müssen wir Übergewicht und Adipositas als Krankheit akzeptieren und nach anderen Wegen suchen, als nur gute Ratschläge zu geben, mit denen wir ja nun schon seit Jahrzehnten keinen Erfolg in der Behandlung von Übergewicht und Adipositas haben.

Begriffsbestimmung

Die Einschätzung des Körpergewichtes orientiert sich am so genannten „Body-Mass-Index“, BMI. Dieser wird errechnet, indem man das Gewicht durch das Quadrat der Körpergröße dividiert. Im Internet findet man etliche BMI-Rechner. Auch gibt es BMI-Rechner als App für das Handy.

Bariatrische Chirurgie: Eine Therapieoption für Patienten mit einem BMI von 40 und mehr

Die vorliegenden wissenschaftlichen Daten und die persönlichen Erfahrungen der Adipositas-Therapeuten zeigen übereinstimmend, dass Menschen mit einer Adipositas Grad III kaum noch die Möglichkeit haben, durch Ernährungsumstellung und Bewegung ein annähernd normales Körpergewicht zu erreichen. Der Organismus hat in diesen Fällen im Laufe der Jahre seinen Energiebedarf soweit heruntergefahren, dass durch Diät keine ausreichende Energiedifferenz mehr zu erreichen ist. Gleichzeitig liegen oft Begleiterkrankungen vor, die eine Gewichtsreduktion zwingend erforderlich machen. In dieser Situation ist die Adipositas-Chirurgie (= bariatrische Chirurgie) ein Ausweg. Dabei werden Veränderungen an Magen und Dünndarm vorgenommen, die dazu führen, dass das Hungergefühl reduziert und die Nährstoffaufnahme verringert wird. Inzwischen liegen ausreichende Erfahrungen mit diesen Operationen vor und die Erfolge sind sehr überzeugend. Die bariatrische Chirurgie ist das erste Verfahren, das in den meisten Fällen eine Reduktion des Übergewichtes um 70% langfristig sichern kann. Eine bariatrische Operation erfordert einen Vorbereitungsprozess über mehrere Monate, eine ernährungsmedizinische Nachbetreuung der Patienten und verantwortungsvolle Kontrolluntersuchungen. Auf diesem Gebiet haben wir inzwischen viel Erfahrung gesammelt. Seit Jahren ist unsere Praxis Teil des ZAM-Netzwerkes. ZAM steht für „Zentrum für Adipositas und metabolische Medizin“ am HELIOS-Klinikum in Krefeld.

Mehr Information finden Sie unte:
www.helios-gesundheit.de/kliniken/krefeld/unser-angebot/fachbereiche/allgemein-und-viszeralchirurgie/adipositas/

© Dr. Faure | 2018