Krebsvorsorge

Jedes Jahr wird in Deutschland bei 73 000 Menschen Darmkrebs diagnostiziert und 27 000 Menschen erliegen dieser Erkrankung. Dabei entwickelt sich ein Darmkrebs meist sehr langsam aus einer zunächst gutartigen Schleimhautverdickung, dem Dickdarmpolypen. Solche Polypen können bei einer Darmspiegelung erkannt und entfernt werden: Jeder entfernte Polyp ist ein verhindertes Karzinom. Um dem Darmkrebs zu entgehen, gibt es zwei Strategien:

Man kann nach Erreichen des 55. Lebensjahres alle 10 Jahre eine Darmspiegelung durchführen lassen oder regelmäßig den Stuhl auf Krebshinweise untersuchen.

Ähnliches gilt für die Haut: Etwa 10 000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland am schwarzen Hautkrebs, und auch hier kommt es auf eine frühzeitige Erkennung – und Entfernung an, wenn eine Streuung des Tumors verhindert werden soll. Diese Hautkrebs-Screening wird von den gesetzlichen Krankenkassen alle 2 Jahre übernommen.

Die Abtastung der Prostata sollte jährlich durchgeführt werden ebenso wie die Krebsvorsorge für Frauen, die aber natürlich nicht in der Hausarztpraxis sondern beim Gynäkologen erfolgt.

Die Vorsorgeuntersuchung auf Darm-, Prostata- und Hautkrebs sind fester Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Die von den Krankenkassen angebotenen Leistungen sind sinnvoll und ausreichend. Eine kleine Ausnahme bildet hier zur Zeit der PSA-Test. Dies ist ein Laborwert, der aus dem Blut bestimmt wird und mit hoher Empfindlichkeit auf einen bösartigen Tumor der Prostata hinweist. Wir empfehlen den Test für Männer zwischen 55 und 75 Jahren. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den PSA-Test zur Zeit noch nicht. Das Labor rechnet die Gebühr für den Test mit den Patienten direkt ab.

Sprechen Sie uns an, wenn es um die Krebsvorsorge und Ihre persönliche Sicherheit geht.
Wir beraten Sie gerne.

© Dr. Faure | 2018