Lungenfunktionsuntersuchung und COPD

Zu den wichtigsten Volkskrankheiten gehört unter anderen die „COPD“. Dies ist die Abkürzung des englischen Begriffes für „chronische obstruktive Lungenerkrankung“. Die COPD betrifft fast ausschließlich Raucher und kommt nur selten bei Nichtrauchern vor. Ursache der Erkrankung ist eine chronische Entzündung der Bronchien, die durch Tabakrauch ausgelöst und aufrechterhalten wird. Die Wand der Bronchien verdickt sich, der freie Querschnitt wird geringer, die Bronchien verlieren ihre Formstabilität und kollabieren. Die Patienten leiden anfänglich unter Husten und Auswurf, dann zunehmend unter Luftnot bei Belastung, so dass sie ihre Aktivitäten immer weiter einschränken müssen. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine kontinuierliche Sauerstoffzufuhr notwendig, die Patienten können nur noch kurze Strecken innerhalb der Wohnung gehen und sind pflegebedürftig. Die Lungenfunktionsdiagnostik ist eine harmlose Untersuchung, bei der man auf Kommando kräftig in ein Mundstück pusten muss. Diese Diagnostik zeigt uns die frühesten Stadien der Erkrankung zuverlässig. Die Behandlung besteht dann in der regelmäßigen Inhalation eines „Asthma-Sprays“, der vorsorglichen Impfung gegen Lungenentzündung und in der Aufgabe des Rauchens. Die Behandlung der COPD wird durch die Krankenkassen mit Sonderprogrammen gefördert (DMP COPD).

© Dr. Faure | 2018